Fünfseenregatta am Wolfgangsee erstmals mit dem Waginger Ruderverein
19.09.2004
Wir wurden von den Rudervereinen der Salzkammergutseen als Gäste für die alljährlich stattfindende Fünfseenregatta eingeladen.
Mich hat es schon lange interessiert an einer Regatta mitzurudern. Als ich nun von dieser Einladung erfuhr ,war für mich klar, da will ich dabei sein. Natürlich braucht man noch Mitruderer! Lange musste ich nicht suchen. Heini Schnell, Volker Gruhl, Robert Geierstanger und Wofgang Hübner sagten sofort zu. Aus der Ausschreibung für die Regatta suchten wir uns die Klasse „Männer-Master-Doppelvierer o. Stm. (Mindesdurchschnittalter 50)“als die am besten passende aus. Da wir ja nur einen Vierer fahren wollten, sollte der fünfte Mann auf jeden Fall als Ersatzmann mittrainieren. Nur Volker durfte uns nicht ausfallen. Er war unser wichtigster Mann, da wir ohne ihn unseren Altersschnitt nicht halten konnten.
Es ist nicht so einfach für vier berufstätige Männer und einen vielbeschäftigten Rentner einen gemeinsamen Trainingstermin zu vereinbaren. Immer wieder hatte jemand zu unseren Trainingsterminen keine Zeit, so dass zufällig am Bootshaus anwesende Ruderer einspringen mussten. Die ersten Trainingsfahrten waren nicht gerade ermutigend. Das Boot lag relativ schief im Wasser und wir kurvten im Zickzack über den See. Nach einigem Training gelang es uns dann doch das Boot einigermaßen gerade über den See zu bewegen. Auch das Einsetzen und Ausheben der Skulls gelang uns mit der Zeit immer gleichmäßiger. Als Albert uns einmal mit dem Motorboot ein Stück begleitete, gab er uns einige Tipps zur Technikverbesserung. Sein abschließendes Urteil war, dass wir zwar ganz gut rudern, aber das was wir zwischen Ausheben und Einsetzen der Skulls machten doch etwas komisch aussehe.
Aus dem Bestand des Vereines haben wir uns, unserer Reife entsprechend, ein etwas älteres Boot ausgesucht, nämlich den Renndoppelvierer Neuss. Nachdem wir das Boot neu eingestellt hatten, machten wir damit unsere ersten Trainingsfahrten. Leider haben auch andere gemerkt, dass man mit Neuss wieder fahren kann und benutzten es zu den Übungsstunden. Dabei kam es zu einen Frontalzusammenstoss mitten auf dem See mit dem Doppelzweier Eisbär. Unser Boot war nun für einige Zeit nicht mehr zu benutzen. Wir mussten auf den Rennvierer Oh nass Is umsteigen – ein Gewinn für uns, da es doch das bessere Boot ist.
Endlich war es soweit. Die ersten Rennen begannen bereits um 9.00 Uhr. Unser Start war erst auf 12.40 Uhr angesetzt, das 23. Rennen an diesem Tag. Je näher der Startzeitpunkt kam, desto nervöser wurden wir. Keiner von uns ist ja zuvor ein richtiges Rennen mitgefahren.
Als wir dann endlich auf dem Wasser waren, ruderten wir eine kurze Strecke um uns mit dem ungewohnten Wellengang vertraut zu machen. Am Start ging dann alles ganz schnell, wir gaben unser Bestes und wurden am
Ende Dritter . Wir waren alle sehr zufrieden , unser Ziel nicht Letzter zu werden, erreicht zu haben.
Die Vorbereitung und auch das Rennen hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Falls der Waginger Ruderverein im Jahr 2005 wieder mitmachen kann, wollen wir wieder dabei sein.
Natürlich waren wir nicht die einzigen vom Waginger Ruderverein die an dieser Regatta mitgemacht haben.
Andere haben sicher mehr und intensiver als wir trainiert, hatten aber hoffentlich ebenso ihren Spaß. Von 26 Rennen konnte der Waginger Ruderverein für 17 Rennen eine Meldung abgeben.