Jahresrückblick
Holger Osterkamp , 1. Vorsitzender

Das Jahr 2008 liegt hinter uns. Im Vergleich zum Vorjahr, das geprägt war von unserer Ausrichtung der 6-Seen-Regatta, lief es in 2008 doch etwas ruhiger in unserem Verein.

Dem Himmel sei Dank, denn so konnten sich Helmut und ich in Ruhe einarbeiten in unsere neuen Ämter als Vorsitzende. Und das war auch gut so, denn es hängt sehr viel mehr Arbeit daran, als man sich das so als normales Vereinsmitglied vorstellen mag. Daher möchte ich nochmals meinen höchsten Respekt aussprechen vor dem, was unsere Vorgänger geleistet haben und ihnen danken für das perfekt aufgestellte Haus, das sie uns übergeben haben.

Hatte ich im letzten Dollenfett noch zu bedauern, dass ich von all dem, was ich mir als Ruderwart vorgenommen hatte, kaum etwas geschafft habe, so glaube ich diesmal doch einigermaßen zufrieden zurückblicken zu können auf die Arbeit unserer Teams im geschäftsführenden und im erweiterten Vorstand.

Beide wurden turnusgemäß in der Mitgliederversammlung Ende Januar neu gewählt. Neben Helmut Floder (stellvertretender Vorsitzender Verwaltung) und mir wurde Birgit Lange (1. Schriftführerin) neu in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Von der Jugendabteilung als Vorsitzender gewählt und somit automatisch Mitglied im Vorstand wurde Matthias Jakob . Als bewährte und erfahrene Mitglieder wurden Alois Perschl (stellvertretender Vorsitzender Sport) und Hans Kaindl (Kassenwart) in ihren Ämtern bestätigt. Dank an die Beiden, dass sie uns "Neulinge" beim Einarbeiten so tatkräftig unterstützt haben.

In den erweiterten Vorstand wurden Gudrun Oyntzen (Ruderwartin), Leonie Linde (2. Bootswartin), Monika Linde (Hauswartin) und Thomas Schroll (Stegwart) neu gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Lorenz Berger (Jugendwart), Mathias Jakob (Trainingsleiter), Michael Rosemann (1. Bootswart), Bärbel Kaindl (Leiterin gesell. Veranstaltungen), Rupert Kaindl (2. Schriftführer) und Heinrich Schnell (Webmaster).

Die Ämter des Wanderruderwartes, des Pressewartes und des Leiters der Schülerriegen konnten leider nicht besetzt werden. Letzteres hat dankenswerterweise Helmut Floder kommissarisch übernommen. Ich hoffe, wir finden im neuen Jahr Vereinsmitglieder, denen wir diese Aufgaben in die Hand legen können.

Natürlich haben auch wieder jede Menge äußerst engagierter Übungsleiter und Helfer dazu beigetragen, dass sich in der letzten Saison "was rührte". Das fing schon vor dem ersten offizellen Arbeitseinsatz damit an, dass unter der Regie von Monika Linde unser Werkstatt-Umkleide-Aufenthaltsraum "reorganisiert" und mit einer großen Anschlagwand versehen wurde, die sich als Informationspunkt bestens bewährt hat. Weiter ging´s Mitte April mit dem Neubau des Bootssteges, der dank hervorragender Vorbereitung und Arbeitsorganisation durch Thomas Schroll in nur 1 ½ Tagen über die Bühne ging. So waren wir gut gerüstet für die ersten beiden Anfängerkurse für Kinder und Jugendliche bzw. für Erwachsene, die ebenfalls noch im April stattfanden.

Zum Anrudern am 1. Mai gab es dann gleich mehrere Premieren: Gudrun Oyntzen organisierte ein klassisches Anrudern, bei dem sich eine große Anzahl Boote vor dem Strandkurhaus sammelten und mit einem lautstarken, dreifach-kräftigem "Hipp-Hipp, Hurra" zu einer gemeinsamen Ausfahrt und in die neue Saison starteten. Danach durften wir den neuen Bürgermeister der Gemeinde Waging, Herbert Häusl, begrüßen, der uns als ersten offiziellen Amtsbesuch an seinem ersten Amtstag die Ehre gab. Zusammen mit dem Sportreferenten Martin Huber nahm er die Sportlerehrung für unseren Verein vor, da unsere Trainingsmannschaft am eigentlichen Festabend auf Regatten unterwegs war. Zu guter letzt konnte wir noch 4 Boote taufen: Rennbloda, Blaubär, R2D2 und Winni2.

Mit dem Anrudern begann auch wieder für einige "aufstrebende Talente" die Vorbereitungszeit auf die Einerprüfung. Diese wurde Ende September von Stefan Marchner, Thomas Schroll , Sylvia Januszewski , Ilona Hesse , Moritz Sigler und Andreas Rosemann erfolgreich abgelegt. Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Highlights im Jahreslauf waren unser Sommerfest, der "1. Waginger Kilometertag", die Teilnahme an der 6-Seen-Regatta, und natürlich unser traditionelles Abrudern, zu denen an anderer Stelle im Dollenfett ausführlicher berichtet wird.

Im Saisonverlauf wurden noch weitere Anfängerkurse durchgeführt, wir beteiligten uns wieder am Kinder-Ferienprogramm, waren bei den 1. "Waginger Erlebnistagen" mit einem Info- und Ergometerstand vertreten und haben uns unter anderen auch damit wieder erfolgreich in der Öffentlichkeit präsentiert. Dank an alle Helfer, denn insbesondere unsere Anfängerkurse, das Ferienprogramm und unsere 4 Schularbeitsgemeinschaften sind wesentlicher Faktor im Werben um neue Mitglieder.

So konnten wir im vergangenen Jahr 17 neue Ruderer in unserem Verein begrüßen. Herzlich willkommen Marianne, Annemarie, Katharina, Andrea, Hans, Michael, Mike, Rebekka, Stefan, Arthur, Iris, Larissa, Jürgen, Michael, Andreas, Evi und Matthias. Leider haben aber auch eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern den Verein zum Jahresende verlassen, sodass wir mit 160 Mitgliedern ins Jahr 2009 starten.

Ein "Gesundschrumpfen" vielleicht, aber es sollte uns auch zu denken geben. Während bei den langjährigen Vereinsmitgliedern, im Bereich der "älteren Semester" und im Bereich des Leistungsruderns die Mitgliederstruktur relativ stabil ist, gestaltet sich die Mitgliederbindung im Bereich der Jugendlichen, die dem Kinderrudern entwachsen, aber nicht am Leistungssport interessiert sind, und im Bereich der jungen Erwachsenen als zunehmend schwierig. Im Bereich des Kinder- und Schülerruderns hatten wir im letzten Jahr eine große Anzahl von Anfängern, was eine zusätzliche Herausforderung an die Ausbildung und ans "Bei-der-Stange-halten" darstellte. So konnten wir in 2008 erstmals weder an "Jugend trainiert für Olympia" noch an den Wasserspielen der BRJ teilnehmen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns im Herbst zusammengesetzt und Strategien und Maßnahmen entwickelt, mit denen wir den negativen Trends in Zukunft entgegenzuwirken hoffen.

Schon im letzten Jahr hat sich eine Neuerung erfolgreich etabliert, mit der langfristig das ruderische Niveau in unserem Verein steigen wird. Albert und Sebastian haben sich nach Beendigung Ihrer Vorstandstätigkeit nicht auf die faule Haut gelegt, sondern bieten an einem eigenen Übungsabend Techniktraining für Fortgeschrittene an. Sie haben sich bereit erklärt, dies auch im neuen Jahr fortzuführen. Ich kann jedem, der den Ehrgeiz hat, seinen Ruderstil weiter zu entwickeln, die Teilnahme wärmstens empfehlen. Hier lernt man was!!

Erfolgreich war auch im Jahr 2008 unsere Trainingsmannschaft, wenngleich nicht verschwiegen sein soll, dass deutlich weniger Siege errungen werden konnten, als noch im Vorjahr. Erwähnt sei hier der Bayerische Meistertitel im Doppelvierer für Melanie Strasser und Leonie Linde in Rudergemeinschaft. Herzlichen Glückwunsch aber auch allen anderen Ruderern zu Ihren Leistungen bei den zahlreichen Regatten, an denen auch einige unserer "Freizeitruderer" teilgenommen haben. Eine Übersicht findet sich wie immer in Heftmitte.

Wie schon erwähnt, hatten wir im letzten Jahr noch keinen Wanderruderwart. Trotzdem liegt das Wanderrudern nicht ganz darnieder, es finden sich immer wieder Mannschaften zusammen, die in Eigenregie Fahrten organisieren. Vor allem Peter Hinterstoisser hat sich hier besonders bemüht, Mitstreiter für die Teilnahme an den monatlich stattfindenden Donau-Sternfahrten zu gewinnen, leider war die Resonanz nicht immer ermutigend. Wir werden die Werbung für diese Sternfahrten in der nächsten Saison verstärken und bitten um rege Beteiligung!

Eigentlich hatten wir uns zu Anfang des Jahres ja vorgenommen, in 2008 keine neuen Boote zu kaufen. Leider kamen wir nicht umhin, einen Ersatz für den Doppelzweier "Rennbloda" unserer Trainigsmannschaft zu beschaffen, der auf der Fahrt zu einer Regatta bei einem Auffahrunfall einen Totalschaden erlitten hat. Dieses Boot war jedoch gut versichert, sodass wir zusammen mit einer großzügigen Spende ein hochwertiges Rennboot kaufen konnten, ohne eigene Mittel einsetzen zu müssen. Eine weitere sehr großzügige Spende zweier Vereinsmitglieder hat uns einen weiteren Doppelzweier für den "leistungsorientierten Breitensport" beschert. Zu guter letzt wurde uns noch der Kauf eines gebrauchten Empacher Doppelvierers vom Ruderverein Stäffa angeboten, ebenfalls verbunden mit einer großzügigen Spende eines Vereinsmitgliedes. Diese einmalige Gelegenheit auszuschlagen wäre unverantwortlich gewesen. Zudem müssen wir das Boot erst in diesem Jahr bezahlen und konnten die Investition somit im Haushalt 2009 einstellen.

So sind wir - was unser Bootsmaterial betrifft - auch in diesem Jahr bestens aufgestellt und können jedem Ruderer ein seinem Bedarf und seinem ruderischen Können entsprechendes Boot anbieten.

Gute Voraussetzungen also für das Jahr 2009! Ich wünsche uns allen ein schönes, erfolgreiches und unfallfreies Ruderjahr, dass jeder seine selbst gesteckten Ziele erreiche und unser Verein sich weiterhin positiv entwickelt.