Einstellkurs für Boote am 29.3.2008

von Helmut Floder

 

Wer schraubt, gewinnt?

 

Wenn es hakelt beim Rudern, ist ja meistens das Boot schuld, denn wie wir alle wissen, sind wir alle perfekte Ruderer. Die Lösung: An einem Ruderboot kann man so einiges verstellen – am Stemmbrett die Höhe, die Neigung, man kann es vor und zurück stellen, ebenso die Rollschienen, die man zudem in Sitzhöhe und Neigung , am besten noch zusammen mit der Schienenhöhe verändern. Die Dollenhöhe mit der Auslegerhöhe, den Skull mit Außenhebel, Innenhebel, Skull- oder Riemenlänge, dazu die Blattneigung, die man an der Dolle oder am Skull verändern kann. Auch die Ausleger lassen sich vor und zurück, außerdem in der Neigung verstellen, und natürlich geht es auch bei der Dollenneigung vor und zurück. Dann wäre da noch das Steuer, das man …

 

Wenn wir uns daran versuchen, dann ist danach nur eines sicher: Es geht wohl gar nichts mehr!

 

Bestimmte Einstellungen verändern wir aber laufend am Boot, mit diesen können wir das Boot auch auf uns persönlich einstellen, ohne die Feinjustierung zu verändern.

 

Stemmbrett

Das Stemmbrett sollte so eingestellt sein, dass man bei ausgestreckten Beinen

  • vier Finger zwischen die zusammengeführten Skull-Griffe und das Brustbein setzen kann.
  • beim Endzug mit den Daumen die untersten Rippen berühren kann.

Eine universelle Neigung beträgt 45°.

 

Dollenhöhe

Hier kann man als einen Richtwert 15cm ansetzen, jedoch hängt das auch von individuellen Merkmalen des Ruderers ab (Wadeln, Wampn, …). Damit ist die Dollenhöhe auch für jeden Einzelnen in einem Zweier, Vierer individuell einstellbar.

Für uns gibt es zwei Einstellmöglichkeiten:

  • Rote Clips rauf oder runter
  • Auslegerhöhe verändern (bei Auslegern mit mehreren Bohrungen)

Außerdem ist die Steuerbord-Dolle ca. 5mm – 10mm höher als die Backbord-Dolle, damit man die Skulls beim Endzug übereinander führen kann.

 

Innenhebel

Beim Innenhebel gelten 85cm als harte, 90cm als weiche Einstellung. Die goldene Mitte liegt bei 89cm.

 

Skulllänge

Unsere Standard-Skulls sind 289cm lang, die Skulllänge kann zwischen 285cm….293cm variieren.

 

Größere Veränderungen am Boot sollten nur in Absprache mit dem Bootswart geschehen. Dann haben wir eine Flotte von gut eingestellten Booten, mit denen alle gerne rudern.

Übrigens: Beim praktischen Teil des Kurses am Nachmittag haben wir gemerkt, dass unsere Boote bis auf kleine (bekannte) Ausnahmen ziemlich gut nach den geltenden Richtlinien des DRV eingestellt waren. Und die Boote mit der Schieflage sind an dem Nachmittag korrigiert worden. Also – müsste jetzt alles passen.